- 22. April 2026
Teilnahme an der Kulturakademie: Interview mit Martin Brusseau
Martín aus der Klasse 7a wurde im vergangenen Jahr von unserer Schule für die Kulturakademie vorgeschlagen. Nach seiner erfolgreichen Bewerbung durfte er an zwei Akademiewochen im Bereich Naturwissenschaften teilnehmen. Im Interview berichtet er von seinen Erlebnissen und der Bewerbung.
Martin, welche naturwissenschaftlichen Bereiche interessieren dich besonders?
Technik, Astronomie und Programmieren. Es macht mir Spaß, Sachen nachzuschlagen und entsprechende Videos zu diesen Themen anzuschauen.
Was gefällt dir am naturwissenschaftlichen / technischen Arbeiten?
Man weiß häufig nicht, was auf einen zukommt, es ist oft ergebnisoffen und man muss beim Experimentieren sehr präzise sein.
Letztes Jahr wurdest du von deinen Lehrern für die Kulturakademie vorgeschlagen und dann auch angenommen. Wie ist das genau abgelaufen?
Als erstes hat mich Herr Rein, der mein Mathelehrer war, vorgeschlagen, dann bekam ich drei MINT-Themen zur Auswahl. Ich entschied mich für „Physik der Papierflieger“ und musste dann zu diesem Thema experimentieren, auf drei Seiten meine Ergebnisse dokumentieren und ein Video erstellen, das zeigte, wie man experimentiert hat und die Ergebnisse enthielt. Danach wurde das alles bei der Akademie eingereicht. Nach der Auswertung bekam ich die Nachricht, dass ich angenommen wurde.
Wie viel Zeit hast du in die Bewerbung gesteckt?
Es war schon viel Motivation nötig, man könnte sagen, etwa eine Woche lang ca. 5-6 Stunden am Tag.
Hast du dir Unterstützung geholt?
Für das Video hab ich meinen Vater zu Hilfe gebeten, und am Ende hab ich Herrn Rein gefragt, was er von meiner Dokumentation hält. Herr Müller-Teufel ließ mich in der Sporthalle experimentieren, dort hatte ich eine windfreie Zone. Dafür wollte ich mich noch bedanken.
Worum ging es in deinem Versuch?
Um die Physik der Papierflieger: Unter anderem habe ich drei verschiedene Papierflieger in verschiedener Flügelbreite gebaut und untersucht, was den Flug eines Papierfliegers beeinflusst. Ich habe eine Steinschleuderstartbahn angefertigt, sodass die Startbedingungen immer die gleichen waren. Dann habe ich natürlich beobachtet, wie gerade und wie weit die Papierflieger fliegen.
Das klingt spannend! Habt ihr in der Akademiewoche noch an dem Versuch weitergearbeitet?
Nein, da haben wir uns allgemeine Themen angeschaut. Wir waren im CERN, das ist eine bekannte Großforschungseinrichtung in der Schweiz mit einem Teilchenbeschleuniger. Außerdem im Astronomiecentrum Stuttgart, dort haben wir einen Minisateliten gebaut und auch abgeworfen. Für einen Marsrower, das ist ein Roboter, haben wir einen Temperaturmesser und einen Distanzmesser gebaut.
Wie war das für dich, als die Akademiewoche losging? Du kanntest ja niemanden dort, war das ein Problem?
Am Anfang ist man ein bisschen schüchtern, man freundet sich aber wirklich ganz schnell mit den anderen an, weil ja jeder wegen derselben Sache hergekommen ist.
Wie war der typische Tagesablauf in der Seminarwoche?
Teils standen wir um 7 Uhr auf, dann gab es Frühstück, danach eine erste Einheit, bei der uns ein Experte was gezeigt hat. Es waren immer Profis dabei. Dann gab es ein Pause, gutes Mittagessen im Hotel. Nachmittags wurde am angefangenen Thema weitergearbeitet. Danach gab es wieder eine Pause und Nachtruhe um 22 Uhr.
Was waren für dich die Highlights in dieser Woche?
Der CERN-Besuch, das Astronomiecentrum und die Momente mit den anderen Teilnehmern, abends Schach oder Impostor zu spielen.
Auch dieses Jahr haben wir Schülerinnen und Schüler für die Kulturakademie nominiert, in Deutsch, Musik, BK und den MINT-Fächern. Was meinst du, warum sollten sich die nominierten Schüler die Mühe machen und sich bewerben?
Die Kulturakademiewochen waren ein einzigartiges Erlebnis, dazu bekommt man nicht immer die Chance. Ich habe Leute kennen gelernt, mit denen ich mich seither regelmäßig in einer Gruppe austausche, außerdem gibt es sogar Alumnitreffen im Europapark. Es ist ein tolles Gefühl, bei der Akademie mit den anderen zusammen zu sein und Dinge zu lernen, die man in der Schule nicht lernt.
Danke, Martin!
(Sf)