Die Schülerinnen und Schüler der Kursstufe 1 unternahmen eine Exkursion in die Illenau nach Achern. Dabei stand die bewegte Geschichte der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt im Mittelpunkt der Führung.
Zu Beginn erhielten die Schülerinnen und Schüler Informationen zur Gründung der Illenau und ihrer Bedeutung in der Geschichte der Psychiatrie. Ein weiterer Schwerpunkt der Führung war die Zeit des Nationalsozialismus. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren am Beispiel der Illenau, wie die nationalsozialistenische Ideologie auch vor der Behandlung kranker und hilfsbedürftiger Menschen nicht Halt machte. Auch die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde thematisiert. Die Illenau diente über viele Jahre als französische Kaserne, bevor das Gelände nach 1990 umfassend revitalisiert wurde. Anschaulich wurde gezeigt, wie aus dem historischen Areal ein lebendiger Ort mit neuen Nutzungen entstanden ist. Dabei wurde deutlich, welche Bedeutung bürgerschaftliches Engagement für die Entwicklung von Kommunen haben kann, denn ohne solches Engagement wäre diese Revitaliserung nicht möglich gewesen.
Die Exkursion bot den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, einem bedeutenden Kulturdenkmal der Region zu begegnen und deutsche Geschichte an einem authentischen Ort zu erleben.
Es wurde deutlich, dass Geschichte besonders dann lebendig wird, wenn sie an historischen Orten unmittelbar erfahrbar ist. So nahmen die Schülerinnen und Schüler viele neue Erkenntnisse und wertvolle Eindrücke mit zurück nach Rheinau.
Bt
