Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Kirche im Nationalsozialismus“ unternahm die Jahrgangsstufe 9 im Katholischen Religionsunterricht am 16.04. eine Exkursion in das Illenau Arkaden Museum in Achern. Ziel des Besuches war es, sich vertieft mit dem Thema „Euthanasie“ im Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Während der Führung durch das Museum erhielt die Gruppe einerseits Einblicke in die Entstehung und Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt Illenau, die 1842 gegründet wurde und eine bedeutende Einrichtung für psychisch Kranke war und unter dem Grundsatz „Liebe diene“ als moderne Einrichtung geführt wurde. Andererseits erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblick in die nationalsozialistischen Verbrechen und erfuhren, dass die Einrichtung 1940 während der Zeit der Nationalsozialisten geschlossen wurde und im Zuge des sogenannten „Euthanasie“-Programms mindestens 260 Patientinnen und Patienten in Tötungsanstalten deportiert und ermordet wurden. Besonders eindrücklich war der Gedenkraum, in dem an die Opfer erinnert wird. Dort wurde deutlich, wie die Nationalsozialisten Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen als „lebensunwert“ betrachteten und systematisch verfolgten.
Insgesamt war der Besuch im Museum eine eindrucksvolle und nachdenklich stimmende Erfahrung, die das im Unterricht behandelte Thema vertiefte.
(Hm)