- 10. Juni 2026
Fünf Monate in den USA
Ich glaube, die meisten stellen sich das amerikanische Leben so vor, wie man es in den Filmen sieht. Vom typischen Highschool-Leben mit gelben Schulbussen, Homecoming und Prom, Football- und Basketballspielen bis hin zum amerikanischen Essen. Auch ich hatte diese Vorstellung, als ich mich dazu entschieden habe für fünf Monate ein neues Leben in den USA anzufangen. Von Dezember 2025 bis Mai 2026 lebte ich in einer Gastfamilie und besuchte eine amerikanische High School in Illinois. Ich bekam die Möglichkeit sowohl eine andere Kultur kennenzulernen, neue Freundschaften zu schließen und ein neues Familienleben, als auch ein neues Schulsystem zu entdecken. Außerdem durfte ich Teil des Cheerleading-Teams werden und dadurch unsere Basketball Mannschaft bei ihren Spielen unterstützen. Ein weiteres Highlight war der Prom-Ball, welcher von meiner Klassenstufe organisiert wurde und für mich ein unvergessliches Erlebnis war.
Zudem bekam ich die Möglichkeit mit anderen Austauschschüler*innen einen einwöchigen Trip nach Los Angeles, Las Vegas und zum Grand Canyon zu machen. Dadurch bekam ich auch andere Staaten zu sehen und lernte wie vielseitig die USA sind.
Mein Auslandssemester half mir nicht nur meine Englischkenntnisse zu verbessern, sondern auch beim Umgang mit neuen Menschen. Vor allem jedoch lernte ich viel über mich und was mir in meinem Leben wichtig ist. Es lehrte mich, wie dankbar ich sein kann für meine Familie und meine Freunde, aber auch für das deutsche Schulsystem und das deutsche Essen. Selbstverständlich habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, wie es wohl sein wird, allein in ein fremdes Land, eine fremde Familie und auf eine fremde Schule zu gehen und wusste nicht, was auf mich zukommen wird, aber all das hat mich zurückblickend gestärkt und ich bin dankbar für diese Erfahrung und für alles, was ich erleben durfte.
Ich würde jedem einen etwas längeren Auslandsaufenthalt empfehlen, der die Möglichkeit dazu hat, denn die ganzen Ängste und Sorgen, die ich hatte, haben sich am Ende ausgezahlt.
Leni Gonsior, J1
